Mittwoch, 18. Mai 2016

Familienchaos hoch fünf

Was passiert, wenn eine große Meute, bestehend aus 6 Erwachsenen und 8 Kindern im Alter von 0,5 bis 7 Jahren irgendwo in Deutschland auftaucht?
So sind wir am letzten Pfingstwochenende in der Pfalz unterwegs gewesen und wurden positiv überrascht.

In großen Städten wie Köln und Berlin haben wir nur selten positive Erfahrungen gemacht. Das ging teilweise sogar soweit, dass wir nicht bedient wurden. Selbst, wenn wir nur mit 4 Erwachsenen und 5 Kindern in einem Lokal aufschlagen.
An diesem Wochenende war alles anders. Das mag auch an den Orten gelegen haben, die wir mit der Meute besucht haben. Zuerst sollte aber unser Mittlerer seinen ersten Zahn verlieren. Auf dem Weg in den Urlaub. Zum Glück war Samstag, so dass die Zahnfee noch schnell ein kleines Präsent besorgen konnte. Es ist so schön anzusehen, wie ein Fünfjähriger ohne jeglichen Zweifel die Existenz der Zahnfee annimmt. Dem Siebenjährigen kommen hingegen erste Zweifel:
"Die Zahnfee gibt es doch gar nicht! Das seid ihr!".

Abends ging es in Landau in ein Restaurant, dessen Namen ich leider vergessen habe. Im hinteren Teil des Restaurants konnten wir uns breit machen und obgleich es im Restaurant etwas unruhig wurde, konnten alle speisen, ohne dass wir irgendwelche Kommentare oder vielsagende Blicke hinnehmen mussten.

Madenburg

Am ersten Tag ging es auf die Madenburg. Dies ist die größte Burgruine in der Pfalz. Das heißt, dass die meisten Aktivitäten ohne Dach über dem Kopf stattfinden. Wir sind so weit hoch wie möglich gefahren. Am Fuße der Burg befindet sich ein Waldparkplatz. Von dort muss man durch ein kleines Waldstück den Aufstieg wagen. Mit Kindern und geländegängigen Kinderwagen bzw. Buggys dauert der Aufstieg zirka 30 Minuten.
Unter anderem natürlich auch deshalb, weil zwischendrinnen immer wieder der Wald erkundigt wird oder weil die Kinder auf Abwegen unterwegs sind.


Oben angekommen kann man nicht nur die Aussicht genießen, sondern auch ein verfallenen Mauern klettern. Auch wenn wir die Kindern ermahnen mussten, doch bitte nicht auf den Außenmauern zu wandeln, damit sich unsere Herzen nicht ständig stehen blieben. Der Zutritt zur Ruine ist kostenfrei.


Auf der Burganlage gibt es ein kleines Restaurant, in dem man (unter freiem Himmel) eine Kleinigkeit essen kann. Es sind zwar Schilder aufgestellt, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn mitgebrachte Speisen verzehrt werden, es gibt aber ein paar abseits gelegene Sitzgelegenheiten.
Allerdings ist das Essen im Restaurant durchaus okay und eine Empfehlung wert.


Glücklicherweise haben sich die Meteorologen deutlich geirrt und der Regen blieb aus. Dennoch pfiff ein kalter Wind durch das Gemäuer, so dass wir uns nach dem Abstieg sehr zum Leidwesen der Kinder gegen einen weiteren Aufenthalt im Wald entschieden haben.
Stattdessen sind wir zu einem größeren Spielplatz gefahren, die von der Dietmar Hopp Stiftung (Gründer von SAP) gebaut wurden. Sie heißen als kleines Wortspiel "Alla Hopp"-Spielplatz, was so viel heißt wie "Also Gut".

Burg Trifels

Am zweiten Tag ging es auf Burg Trifels. Auch hier gibt es einen Parkplatz am Fuße der Burg, von dem wir in zirka 20 Minuten zur Burg hinaufgestiegen sind. Der Eintritt in dieser Burg kostet ein kleines Entgelt.
Diese Burg hat eine interessante Geschichte, auch wenn nicht alle Details eindeutig sind. Der unten zu sehende Turm z.B. wurde der Optik wegen in den 60ern des 20. Jh. um ein Stockwerk erhöht. Es handelt sich also nicht um eine mittelalterliche Anlage.


Es ist zudem keine Ruine, sondern es gibt im Inneren der Burg einiges zu sehen (z.B. Kaiersaal oder die "Schatzkammer"). Auch diese Burg können wir als Ausflugsziel sehr empfehlen und auch an diesem Tag haben sich die Meteorologen geirrt, denn es war zwar etwas kühl, aber dennoch ein schönes Wetter.

Am Fuße der Burg am Parkplatz gibt es ein Restaurant, in dem wir mit unserer Meute eingefallen sind. Auch hier wurden wir nicht nur gut bedient, sondern haben auch gutes Essen genießen können. Ein durchweg gelungener Ausflug.

Und dann war das verlängerte Wochenende auch schon wieder vorbei und wir können auf ereignisreiche Tage in einer familienfreundlichen Pfalz zurückblicken.


Dieser Beitrag ist Teil der MMI-Reihe der Frollein Pfau.


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