Dienstag, 10. Mai 2016

Warum Kinder? Papakukskommen

Liest man so manchen Blogbeitrag, kann man sich schon fragen, warum bekommt man überhaupt Kinder? Du kannst nicht mehr ausschlafen, wühlst in so manchen Körperausscheidungen rum, mit denen Du eigentlich keinen näheren Kontakt haben wolltest, erduldest wüste Quengeleien und Beschimpfungen und rechtfertigst die größten Ungerechtigkeiten der Welt.

Warum also Kinder?

Vielleicht deswegen:

Ich gehe morgens aus dem Haus, wenn die Rasselbande samt Mama am Frühstückstisch versorgt ist. Ich gehe meist reihum um gebe jedem einem Abschiedskuss. Beim Rausgehen sagt unser Zweijährige ganz leise in seinen Marmeladenbart: "Ikskakukskommen."
Ich: "Bitte? Ich habe Dich nicht verstanden."
Immer noch leise mit einem leichten beleidigtem Blick in meine Richtung: "ikskakukskommen."
Ich schaue meine Frau fragend an.

Der Kleine kann für sein Alter schon erstaunliche Sätze sagen, aber dieses Mal rätselt die Familie, was es bedeuten könnte. Manchmal verstehen sich die Jungs untereinander besser, aber in diesem Fall, versagen auch sie. Das scheint der Kleinste zu spüren und wiederholt nun lauter: "ikskakukskommen".

Fast zeitgleich haben wir es nun verstanden und meine Frau und ich sagen fast zeitgleich: "Du hast keinen Kuss bekommen?" Und ich lege noch ein verständnisvolles "achso" nach und gebe ihm einen Kuss.
"Noch einen" sagt er. Bekommt er.
"Noch einen" sagt er. Bekommt er.
"Noch einen" sagt er. Bekommt er.
"Noch einen" sagt er. "Das ist dann aber der letzte" und bekommt auch ihn.

Als ich die Küche wieder verlasse wendet er sich mit einem Riesenlächeln auf den Lippen in Richtung Mama:
"Papakukskommen"

Herrlich!

#warumhabeichkinder

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Bevor dieser sichtbar wird, muss er von einem Admin freigeschaltet werden. Bitte haben Sie etwas Geduld. Danke!