Freitag, 13. Mai 2016

Wildparks im Großraum Köln: Wildpark Gangelt

In loser Reihe stellen wir Ziele für einen Familienausflug im Großraum Köln vor. Heute ist der Wildpark Gangelt direkt an der niederländischen Grenze an der Reihe.

Von Köln-Zentrum aus benötigt man 1,1 Stunden mit dem Auto. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist diese Strecke nicht in einem zeitlich aktzeptablen Rahmen möglich.

Der Wildpark verfügt über ausreichend viele kostenlose Parkplätze, auch wenn man ein teilweise ein paar Minuten gehen muss, wenn die vorderen Parkplätze voll sind. Behindertenparkplätze gibt es direkt neben dem Eingang. Eine Familienkarte kostet 22,50 Euro. Ein vertretbarer Preis. Kinder unter 4 Jahren haben freien Eintritt.

Tier- und Wanderwelt

Der Tierpark ist recht weitläufig und leicht hügelig. Für eine große Runde haben wir mit einem Sechs- und Siebenjährigen zwei Stunden benötigt. Hinzu kommen Verweilzeiten an den jeweiligen Gehegen. Für unseren Zweijährigen ist die Wegstrecke aber eindeutig zu weit.
Fast alle Wege verlaufen durch einen Wald. Gerade im Sommer eine kühlere Angelegenheit.

Gezeigt werden hauptsächlich in Deutschland ansässige Tierarten bzw. Tierarten, die hier leben könnten, wie z.B. den Braunbären. Zu sehen sind Luchse, Wölfe, Hirsche, Rehe, Wildschweine, Wisente, Elche, Gämsen, Steinböcke, Murmeltiere, Fischotter, Waschbären, Baummarder, Wildkatzen und Greifvögel. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass in manchen Gehegen nichts zu sehen ist.
Außerdem gibt es einen Streichelzoo mit Ziegen und Schafen. Gefüttert werden können alle Tiere mit hauseigenem Futter. Wie gewöhnlich ist das Füttern mit anderem als dem im Park erhältlichen Futter verboten.

Zusätzlich gibt es noch ein Bienenhaus, das wir aber mangels Interesse der Jungs links liegen gelassen haben.

Außerdem gibt es ein kleines Restaurant mit einer "Standardkinderkost" (Fritten, Würstchen, Schnitzel, usw.), das preislich einigermaßen im Rahmen bleibt.

Spielplatz

Vor allem, wenn man mit größeren und kleineren Kindern unterwegs ist, stellt sich die Frage, ob der Spielplatz für groß und klein geeignet ist. Im Grund genommen bräuchte dieser Park zwar gar keinen expliziten Spielplatz. Die vielen Hügel mit den kleinen Wäldchen animieren die Kinder auch so zum spielen.
Der Wildpark hat dennoch einen Spielplatz, der jeder Altergruppe gerecht wird. Mehrere Hügel, Schaukeln (inkl. Kleinkindvariante) und Klettergerüste laden zum Bewegen ein.

Toben im Wildpark Gangelt
Im Wildpark gibt es auch ohne Spielplatz ausreichend Bewegungsmöglichkeiten.


Greifvogelfreiflug

Weniger erfreulich war der Greifvogelfreiflug. Man hatte den Eindruck, dass der Falkner zuerst die Kinder hat frei rumlaufen und kreischen lassen, nur um sie später samt Eltern anranzen zu können.
Anstelle vor Beginn des Freiflugs die Besucher darüber zu informieren, dass die Kinder möglichst ruhig zu sein haben, sagt er es erst kurz bevor er die Falken holt.

Denn das ist das Highlight des Greifvogelfreiflugs. Die Vögel fliegen direkt über und auch durch die Zuschauermenge. Bei einem schnellen Falken kann das auch mal ins Auge gehen. Darauf weist der Falkner dann auch explizit hin.

Dem Park täte an dieser Stelle eine kleine Lautsprecheransage gut, so dass der Falkner etwas hätte erklären können. So ging er lediglich auf die ein oder andere Frage der Zuschauer ein. Der Freiflug hat sicherlich schon was, ist aber ausbaufähig.

Fazit

Lohnt sich nun die Anfahrt?
Im Vergleich zu anderen Wildparks ist dieser sicherlich eine Anreise und einen Blick wert. Mehrmals im Jahr müssen wir diesen Park aber nun nicht besuchen. Dafür zieht sich die Strecke dann doch zu weit.
Insgesamt rangiert der Wildpark Gangelt irgendwo im Mittelfeld der Familienausflugempfehlungen.

Alle weiteren Infos wie z.B. die Öffnungszeiten oder besondere Veranstaltungen finden sich auf der Homepage des Parks.

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