Donnerstag, 2. Juni 2016

Ich möchte bloggen - ein Anfang

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade von Lillymade. Es soll ein kleiner Leitfaden entstehen, wie man am Besten einen Blog startet.

Es gibt ja so viele interessante Themen, über die ich mich austauschen möchte. Und es gibt so viele Themen, zu denen ich meinen Senf dazugeben mag. Aber warum blogge ich überhaupt? Schreibe ich Erfahrungsberichte oder suche ich den Austausch mit Gleichgesinnten oder ist der Blog einfach nur ein digitales Tagebuch zum Mitlesen?
Ich habe mal vor ein paar Jahren vorgehabt, mich selbstständig zu machen und wollte meine Internetpräsenz mit einem Blog gestalten. Auch das ist denkbar.

Das führt direkt zum ersten Fehler, den auch ich (zugegebenermaßen) immer wieder begangen habe.


Ein Blog sollte so wenig Themen wie möglich beinhalten.

Es gibt viele Platformen, auf denen man zur Not mehrere Blogs starten kann. Dann schreibt man eben in zwei oder drei Blogs, wenn man verschiedene Anliegen hat, sich auszutauschen.

Was mich gleich zum nächsten Thema bringt: wo und wie starte ich eigentlich einen Blog? Ohne es im Detail überprüft zu haben, wo die Marktanteile tatsächlich liegen, gibt es in meinen Augen zwei Platzhirsche. Zum einen Blogger.com mit den Blogspot-Links, wo auch dieser Blog liegt (gehört zu Google).

Und zum anderen Wordpress.com. Dort kann man online einen Blog anlegen oder man lädt sich ein Installationspaket herunter und lädt den Blog auf seiner eigenen Homepage hoch. Das hat den Vorteil, dass man sich den Link, wie der Blog zu erreichen ist, mehr oder weniger selbst aussuchen kann.

Als Anfänger startet man am einfachsten mit einem Onlineanbieter.

Dort kann man sich einfach anmelden und gleich mit dem Schreiben beginnen. Die beiden Platzhirsche Blogger und Wordpress bieten zudem Apps für alle gängigen Platformen an, so dass das Schreiben sogar vom Smartphone aus klappt. Allerdings mit Einschränkungen, denn die Apps bieten nicht den vollen Funktionsumfang.

Mit beiden Anbietern ist es zudem möglich, via eMail zu bloggen. D.h. ich schreibe eine eMail an eine dem Blog zugewiesene Mailadresse und der Beitrag wird veröffentlicht. Sehr praktisch, wenn man unterwegs ist.

Beim Schreiben muss man sich vor Augen halten, dass die Leser unterschiedliche Displays haben. Der eine liest am Rechner mit 20"-Monitor, der andere auf seinem 4"-Smartphone. Damit die Seite auf allen Displays korrekt angezeigt wird, muss das passende Design gewählt werden.

Das Stichwort lautet hier responsive Design.

Das bringt mich nämlich gleich zum nächsten Thema. Nach dem ersten Beitrag (den am Anfang eh niemand liest), sollte man ein paar Designs ausprobieren, die bei den jeweiligen Blog-Providern angeboten werden. Dabei auf das oben genannte responsive Design achten, damit der Blog dem Display entsprechend angepasst wird.

Das Testen von Designs funktioniert deutlich besser, wenn schon ein Beitrag in dem Blog existiert.

Hat man nun die ersten Beiträge im Blog, fragt man sich, wo die Leser herkommen mögen. Die meisten kommen (zumindest bei meinen Blogs) über die Suchmaschinen und hier eindeutig die meisten über Google. Selbst ein brach liegender Blog, in dem der letzte Beitrag vor zwei Jahren geschrieben wurde, bekommt hin und wieder einen Leser.

Für die Suchmaschinen kann man den Blog optimieren. Wobei es natürlich davon abhängt, über welche Themen man schreibt.

Für die Blogs gibt es sogenannte SEO-Einstellungen.

SEO steht für search engine optimization (also Suchmaschinenoptimierung). Wie das am besten geht, ist ein eigenen Beitrag wert. Es gibt diverse Dinge, die man machen kann, damit der Blogeintrag für Suchmaschinen zu finden ist. Wenn man darauf überhaupt Wert legt.

Wer auf seinem Blog viele Leser hat, der wird schnell zum Punkt gelangen, an dem er sich fragt, ob er nicht mit seinem Blog auch Geld verdienen kann. Viele Leser verleitet der Gedanke dazu, den Blog mit Werbung "auszuschmücken".

Aber bitte nicht mit der Werbung übertreiben.

Die gängigsten Werbequellen für Blogger sind sicherlich die Partnerprogramme von Amazon, Apple oder Google (AdSense). Ich finde, dass es sich aber im Rahmen halten sollte, wie viel Werbung man schaltet. Viele Webseiten sind mittlerweile derart mit Werbung überfrachtet, dass das Lesen schwerfällt. Hier wird kein Leser wiederkommen.

Man darf aber nicht glauben, dass man über diese Partnerprogramme tatsächlich viel Geld verdienen kann. Die meisten Partnerprogramme haben mittlerweile die Auszahlungen gedeckelt, so dass im Jahr vielleicht ein Abendessen zusammen kommt.

Ich nutze gerne Direktlinks, dass wenn ich ein Produkt oder eine App vorstelle, direkt auf die Produktseite mit meinem Partnerprogrammlink verweise. An größeren Aktionen mache ich mit meinen Blogs nicht mit.

Wer nun fleißig schreibt, möchte auch gerne ein paar Bilder hinzufügen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als Tausend Worte. Hier muss man auf einige Dinge zu achten, denn bei Bildern fangen rechtliche Dinge an, relevant zu werden.

Am Besten, man erstellt die Fotos für seinen Blogbeitrag selbst.

Wenn man die eigenen Bilder online stellt, sollte man die Exif-Daten mit Ausnahme der Copyright-Information löschen. Okay, das ist jetzt sehr speziell und auch nicht unbedingt ein Muss. Aber wenigstens eine Größenreduktion sollte man vornehmen. Ansonsten wird der Speicherplatz irgendwann eng. Die meisten Anbieter haben eine Größenbeschränkung, was den Blog betrifft.

Außerdem ist das Lesen deutlich einfacher, weil dann (vor allem, wenn der Besucher im mobilen Datennetz unterwegs ist) weniger Traffic entsteht und das Smartphone nicht lange die Seite nachladen muss. Das ist dann auch gleichzeitig der Nachteil der Blog-Apps, denn eine Anpassung der Bilder muss vor dem Hochladen in die App und somit in den Blog erfolgen. Ein großer Nachteil wie ich finde.


Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag dem ein oder anderen den Start in die Blogger-Welt erleichtern. Es liest sich vielleicht manches komplizierter als es nachher ist. Vieles wird mit der Zeit kommen, wenn die ersten Beiträge erstmal online sind.


Zum gleichen Thema ist eine weitere Blogparade auf stefan-graf.com gestartet worden.

UPDATE 06.11.16: Das Thema ist immer noch spannend und eine weitere Blogparade wert.



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