Montag, 13. Juni 2016

Manchmal haben sie doch recht! Über einen verregneten Nachmittag

Die Grundschulklasse unseres Großen feiert ein regelmäßiges Klassentreffen in einem Park im Freien. Eine schöne Idee, denn so lernen sich auch die Eltern der Kinder und die Geschwisterkinder kennen. Bis auf ein paar Ausnahmen wird diese Idee auch von allen begrüßt.

An diesem Wochenende war es dann wieder soweit. Wir haben uns alle in einem Park getroffen. Eigentlich war für Samstag schon Regen vorhergesagt, der blieb aber aus. Selbst der Starkregen, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag kommen sollte, blieb aus.
Jetzt muss man die Eigenheit von Köln und der Kölner Bucht kennen. Denn viele Regenwolken und Schlechtwetterfronten treffen die Stadt nicht. Sehr oft werden die Wolken um das Stadtgebiet herumgelenkt, so dass es im Umland regnet, in der Stadt aber nicht. Dass dem aber nicht immer so ist, hat das vorletzte Wochenende gezeigt, an dem die Stadt von heftigen Regenfällen getroffen wurde.


An diesem Sonntag war zwar ebenfalls Regen vorhergesagt, aber wieder zogen die Regenwolken um Köln herum. Die Klasse hatte zwar eine Schlechtwetteroption, aber die Verantwortlichen hatten sich gegen diese Option entschieden, weil sogar die Sonne schien. Am Anfang des Festes hieß es sogar: "Guck, hatten wir Recht gehabt. Zum Glück sind wir hier draußen und haben und gegen die Schlechtwetteroption entschieden."

Treffpunkt war ein Park im Kölner Süden, in dem man sich recht treffen kann. Einige Bänke liegen im Schatten hoher Bäume und eine große Wiese lädt davor zum Spielen ein. Alles war schön hergerichtet, die ersten Würstchen sind in den hungrigen Mägen gelandet und die Kinder haben angefangen, eine einstudierte Aufführung den Eltern zu präsentieren.
Ich selbst habe mit unserem Kleinsten auf der Wiese Fußßball gespielt, als ein erstes Donnergrollen aus der Ferne ein Gewitter ankündigte. Ich fing an, die Bälle auf der Wiese einzusammeln, als ein zweiter Donner über den Park schallte. Unser Junior fand das wenig amüsant und wollte verständlicherweise auf Papas Arm.

Ich selber habe mit dem anderen Vater, der ebenfalls mit seinem Kleinsten auf der Wiese gespielt hatte, verabredet, dass wir den Park bei einem Gewitter verlassen müssen. Vor allem, wenn es direkt über uns hinweg zieht. Bei einem Gewitter sind freie Flächen ebensowenig ratsam wie hohe Bäume.

Gerade habe ich die Eltern erreicht, die sich die Aufführung der Kinder angeschaut haben, und habe meine Bedenken mitgeteilt. Diese haben in den Himmel geschaut, aber da war es schon zu spät. Mit einem lauten Prässeln sah man den Regen kommen. Dadurch, dass es zum einen relativ windstill war und zum anderen viel Regen heruntergefallen ist, sahen wir die Regenfront im wahrsten Sinne des Wortes kommen.

Zuerst hat sich der Regenschleier über den Häusern am anderen Ende des Parks gezeigt. Dann haben sich die Bäume am Rand des Parks unter der Last des Regens gebeugt und wir haben ein lautes Prasseln gehört. Dann hat sich die Regenwand über die große Wiese geschoben und es dauerte keine fünf Sekunden und alle haben eine kühle Dusche genommen. Dabei kam so viel Regen herunter, dass alle binnen Sekunden bis zur Haut durchnässt waren.

Nun wurde das Fest recht hastig beendet, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Das kleine Detail am Rande konnte ich meinen Kindern aber noch zeigen, bei dem zum Glück nichts passiert ist. Auf dem Weg zurück lag auf dem Weg ein großer Ast, der frisch abgebrochen war. Offenbar war die Wasserlast zu groß gewesen, denn windig war es weiterhin kaum.
"Deshalb sollte man sich bei schlechtem Wetter nicht im Park aufhalten", sagte ich zu meinen Jungs, die das sofort einsahen.

Leider lag der Picknickplatz in einer kleinen Senke, so dass wir alle recht zügig in einem kleinen matschigen See standen. Klar, am Ende ist man immer klüger und wir hätten wohl besser von Anfang an die Schlechtwetteroption gewählt. Denn dann hätte das Fest nicht abgebrochen werden müssen. Nach einer halben Stunde war der Spuk nämlich wieder vorbei und wir alle sind die Erkenntnis reicher, dass die Metereologen manchmal doch recht haben.

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