Montag, 20. Juni 2016

Wo ist meine Komfortzone?

„Komfortzone verlassen? Oder lieber doch nicht?!“ Diese Frage stellt Christine Winter in ihrem Blog auf stille-stärken.de und ruft zu einer Blogparade auf. Die Antwort ist gar nicht mal so einfach, denn vorher müsste man erstmal wissen, was eine Komfortzone überhaupt ist und wo die überhaupt liegt.

Wenn man heutzutage einen Begriff nicht kennt, so schaut man zuerst ins Wiki. Aber Fehlanzeige, dort wird mir nicht weitergeholfen. Auch der Duden hilft nicht weiter. Kein Eintrag zum Thema Komfortzone. Dabei hat mich sogar schon mal ein Chef aufgefordert, dass ich meine Komfortzone zu verlassen habe. Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als die Komfortzone für sich selbst ganz individuell zu definieren.

Im Beruf ist eine Komfortzone meist einfach(er) zu definieren. Ich habe einen Job, in dem meine Aufgaben mehr oder minder genau definiert sind. In diesen Grenzen arbeite ich, werde im Laufe der Zeit sicher, kenne Kollegen und Kunden und im Laufe der Zeit auch ihre Eigenheiten. So baue ich meine eigene Komfortzone auf.

In einer Komfortzone weiß ich, wie die Welt funktioniert. Ich kenne die Aktionen und Reaktionen, die um mich herum ablaufen. Ich weiß, was passiert und oftmals sogar, wann es passiert. Manche nennen sowas auch beruflichen Alltag. Und vielen liegt dieser berufliche Alltag, denn sich in dieser Komfortzone zu bewegen, heißt nicht zwangsläufig, dass es langweilig werden muss.

Im Privaten ist es mitunter etwas schwieriger. Hier könnte es auch eine Komfortzone geben. Einen privaten Alltag, in dem ich weiß, welche Aktionen es gibt und welche Reaktionen. Wenn ich keine Kinder hätte. Nun habe ich gleich derer drei, die im Grunde genommen die Frage nach einer Komfortzone obsolet machen.

Mit Kindern wird die Welt unberechenbar, unvorhersehbar und ein stückweit chaotisch. Ehrlich gesagt verlassen die Menschen eben dann ihre Komfortzone, wenn sie sich entschließen, Kinder in die Welt zu setzen. Und diese Welt ist eine wunderbare. Was zuweilen sogar wörtlich genommen werden darf.

Ich kenne keinen aus meinem privaten Bekanntenkreis, in dessen Haushalt Kinder leben, der von sich behaupten würde, dass er sich in einer Komfortzone befände. Kinder motivieren die Eltern immer wieder aufs Neue, die eigene Welt zu hinterfragen, Grenzen neu zu überdenken und gegebenenfalls neu zu setzen. Das gilt auch für eine potentielle Komfortzone, die im Begriff ist, sich zu bilden.

Und so verlasse ich auch immer wieder beruflich meine Komfortzonen und bewege mich in Richtung neuer Ufer. Und dabei verlasse ich mich auf mich selbst und auf das, was ich kann. Das beantwortet auch gleich die Frage, wie ich mit dem Stress umgehe, wenn ich im Begriff bin, die (berufliche) Zone verlasse.


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