Mittwoch, 7. September 2016

Buchblogging: Das Win-Win Prinzip für Autoren, Leser, Verlage und Blogger

Das Win-Win-Prinzip findet sich heutzutage an jeder Ecke. In einer Familie wird dies z.B. deutlich, wenn sich Familien untereinander gebrauchte Dinge von und für Kinder untereinander weitergeben. Was haben wir mit unseren drei Kindern nicht schon an Klamotten und nützlichen Dingen des Alltags erhalten und auch weitergegeben.

Auch der Teil meines Blogs, der sich mit Büchern beschäftigt, folgt dem klassischen Win-Win-Prinzip. Ein Umstand, der manchmal gar nicht so bwusst in den Köpfen zu sein scheint. Das wurde mir deutlich, als ich eine Anfrage eines Jung-Autors erhalten hatte, der von mir etwas haben wollte, damit ich sein Erstlingswerk rezensieren. Da kommt mir die Blogparade "Win-Win Geben und Nehmen" gerade recht, um mal einen genaueren Blick auf so einen Buchblog zu werfen.

Ein Buchblogger ist ein interessierter Leser, der seine Meinung zu einem gelesenen Buch auf verschiedenen Platformen präsentiert. Im Gegenzug erhält er Leseinspirationen von anderen Lesern, von denen er weiß, wo deren Interessen liegen. Das Angebot an Neuerscheinungen ist mittlerweile derart groß, dass der Leser schnell den Überblick verliert und da bieten Leseplatformen und andere Buchblogs die ideale Stöberquelle, um an neuen und interessanten Lesestoff zu gelangen.

Beginnt ein Buchblogger seinen Blog, so beginnt er mit seinen gekauften Büchern. Mit den Büchern, die er auch als Nicht-Blogger und gewöhnlicher Leser gelesen hat. Relativ schnell wird der Blogger auf Leserunden aufmerksam. Dort präsentieren Verlage ihre Neuerscheinungen und suchen nach Rezensienten. In Buchbesprechungen werden zudem deutlich detailierte die Gedanken der Leser offenbart. Für Verlage eine sehr wichtige Quelle, um das zukünftige Programm zu gestalten. Der Verlag stellt also die Bücher zur Verfügung und erhält so im Gegenzug Meinungen und Bewertungen auf den verschiedensten Plattformen.

Davon profitieren natürlich auch die Autoren. Veröffentlichen sie in einem Verlag, dann nur indirekt. Es gibt aber immer mehr Menschen, die glauben, ein Buch schreiben zu können, und veröffentlichen es selbst. Das nennt sich dann Selfpublishing. Hier entsteht dann eine weitere Win-Win-Situation für den Blogger und den Neu-Autor ein. Der Autor stellt dem Blogger sein Buch zur Verfügung und der Blogger schreibt seine Meinung dazu. Der Blogger erhält so die Möglichkeit, vielleicht auf eine "Leseperle" zu stoßen und freut sich über eine spannende Geschichte. Der Autor wird bekannter und erhält Bewertungen in diversen Online-Shops.

Dass Blogger ihre Rezensionen auch auf Amazon & Co. veröffentlichen, machen sie nur als Gegenleistung für die Autoren und Verlage. Sie selbst haben davon nichts.

Dieses Win-Win-Prinzip wird manchmal versucht zu untergraben. Zum Beispiel wenn Blogger die rezensierten Bücher illegal weiterverbreiten. Oder wenn Autoren woanders abschreiben und ihre Bücher einfach nur schnell bekannt werden lassen wollen. Zum Glück sind diese schwarzen Schafe selten.

Und so stellen Buchblogs einen Mehrgewinn dar für
  • Leser, die neuen Lesestoff erhalten, den sie sehr gut einschätzen können
  • Autoren, die bekannter werden und ihre Bücher besser verkaufen
  • Verlage, die die Reichweite ihrer Bücher erhöhen und gezielt eine Zielgruppe für ein Buch ansprechen
  • Blogger, die weiterhin viel Spaß am Lesen und Schreiben haben

1 Kommentar:

  1. Ein wirklich toller Beitrag, bei dem ich dir in allen Punkten nur zustimmen kann :)

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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