Dienstag, 6. September 2016

Buchvorstellung: Das Rätsel Salomons (5/5)

Die englische Archäologin Sarah Weston befindet sich zusammen mit dem amerikanischen Anthropologen Daniel Madigan in Qaryat al-Fau, einer Ausgrabungsstätte in Saudi-Arabien. Zusammen stoßen sie auf eine antike Schriftrolle, deren Inhalt offensichtlich ein salomonisches Geheimnis enthält, das die Welt verändern kann. Ein Geheimnis, das den fanatischen Trent Sacks auf den Plan ruft, der sein Leben den Geheimnissen Salomons gewidmet hat.

Es beginnt ein Abenteuer, dass den Leser nach Indien, Saudi-Arabien und Israel entführt. Die Archäologen treten gegen mächtige Großkonzerne an, die den Weltfrieden aufs Spiel setzen. "Das Rätsel Salomons" liest sich fast wie eine Geschichte à la Tomb Raider oder Indiana Jones. Allein, dass Sarah Weston ebenfalls ihre Mutter in jungen Jahren verloren hat und von ihrem Vater großgezogen wurde, scheint eine direkte Parallele zu Lara Croft aufzubauen.

Aber nur scheinbar, denn während in der Familie Croft eine starke Bande zwischen Vater und Tochter bestand, so ist das Verhältnis in der Familie Weston sehr eisig. Ein weiterer markanter Unterschied zu anderen Abenteuergeschichten liegt eindeutig darin, dass jegliches mystisches Ereignis wissenschaftlich fundiert präsentiert wird. Sarah Weston ist keine Superheldin, die gegen übernatürliche Kräfte anzutreten hat, sondern ihr Abenteuer ist rein irdischer Natur.

So finde ich, dass sich diese Abenteuergeschichte ganz massiv von Tomb Raider und ähnlichem abgrenzt. Es ist eine Geschichte, die der Leser nachvollziehen kann und die zuweilen recht politisch wird, wenn das Pulverfass im Nahen Osten in den Fokus der Geschichte rückt. Das muss aber nicht abschrecken, denn der fesselnde Erzählstil trägt dazu bei, dass es immer spannend bleibt. Teilweise wollte ich das Buch nicht beiseite legen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Auch wenn dies der zweite Band einer mehrteiligen Reihe ist, so ist es als eigenständiges Werk verständlich. Es gibt zwar Bezüge zum ersten Band (den ich nicht gelesen habe), die aber kein Unverständnis beim Leser erzeugten.

Alles in Allem ein empfehlenswerter Abenteuerroman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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