Donnerstag, 29. September 2016

Wie sieht die Welt in 20 Jahren aus?

Wie sieht die Welt in 20 Jahren aus? Diese Frage stellt sich die Weltbewegerin in der Blogparade: In was für einer Welt werde ich 2036 leben? Bevor ich einen Blick in die Zukunft wage, schaue ich in die Vergangenheit und frage mich: Was geschah vor 20 Jahren?

Wenn ich lese, was im Jahre 1996 passiert ist, dann ist nichts weltbewegendes dabei.
  • Dolly, das Klonschaf, wurde geboren. Aber wirkliche nachhaltige Auswirkungen hatte das nicht.
  • In den Unruhegebieten ist es auch vor 20 Jahren unruhig gewesen (Afghanistan, Sudan, Naher Osten).
  • Diverse Unwetter legen einige Landstriche in der Welt lahm.
  • Die DVD beginnt ihren Siegeszug.
  • Die Computertechnik nimmt so langsam Fahrt auf.
Die Welt, in der ich vor 20 Jahren lebte, unterschied sich gar nicht so arg von der Welt, in der ich heute lebe.

Natürlich gibt es mittlerweile Smartphones. Diverse Assistenssysteme haben die Autos erobert. Krisenherde der Erde haben sich verschoben. Andere sind geblieben. Insgesamt ist die Welt aber friedlicher geworden, wenn man alle Krisenherde auf der Welt betrachtet.

Und so glaube ich, dass die Welt sich in 20 Jahren ebenfalls nur langsam weiterbewegt. Vielleicht wird es eine ähnlich prägende Erfindung wie das Smartphone geben, aber wirklich anders wird es in Deutschland nicht ausschauen.

Natürlich, in 20 Jahren wird sich mein persönliches Umfeld massiv geändert haben. Dann werden meine Kinder alle erwachsen sein und vermutlich auf ihren eigenen Beinen stehen. Ich selbst werde dann hoffentlich in einem neuen Lebensabschnitt stehen, wenn mein Alltag nicht mehr vom Kinderalltag geprägt sein wird und das Rentenalter in greifbare Nähe gerückt ist. Aber die Welt, in der ich lebe werde, wird ebenso wenig vollkommen anders aussehen, wie die, in der ich vor 20 Jahren gelebt habe.

Es wird immer noch keine fliegenden Autos geben, die Kernfusion wird weiterhin in 50 Jahren fertig entwickelt sein, der Krebs wird in 30 Jahren gänzlich besiegt sein und alle anderen Menschheitsträume werden weiterhin geträumt werden.

Ich finde, dass wenn ich auf mein persönliches Umfeld schaue, sich die Welt gar nicht so schnell weiterdreht, wie alle immer tun. Änderungen finden in meinem Umfeld langsam statt. So langsam, dass jeder ebenso langsam daran anpassen kann.