Freitag, 21. Oktober 2016

All die bösen Dinge (5/5)

15 Jahre ist es her, seit das Zwillingspaar verschollen war. Die Leiche des Jungen wurde gefunden, während das Mädchen nie entdeckt wurde. Der vermeintliche Mörder und seine Komplizin wurde verhaftet. Nun, 15 Jahre nach den Ereignissen wird die Komplizin Jackie Wood rehabilitiert und aus dem Gefängnis entlassen.

Hier setzt nun der eigentliche Plot an und der spannende Psychothriller beginnt die Ereignisse rund um die Hauptprotagonistinnen zu spinnen. Im Mittelpunkt stehen Alex Devlin, die Tante des Zwillingspaares und Kate Todd, die Polizistin, die den Leichnam des Jungen gefunden hatte.
Im ersten Drittel des Buches war ich ein wenig verwirrt, wie sehr sich die beiden Handlungsstränge der Frauen miteinander verwoben haben. Es schien mir zu konstruiert, wie sehr die Haupt- und Nebenfiguren sich über den Weg liefen. Aber nach und nach entwirrte sich das Konstrukt und es ergab alles einen Sinn.

Dabei baute sich der Spannungsbogen sachte auf und hielt sich dann auf hohem Niveau. Teilweise konnte ich den eBook-Reader nicht aus der Hand legen und musste wissen, wie es weiterging. Vor allem das grandiose und verstörende Ende haben mich gefesselt. Wer zartbesaitet ist, sollte sich für das Lesen des Endes einen Moment der inneren Ruhe suchen. Es ist aufwühlend und wird auch das kälteste Herz erreichen.

Garniert wird die Geschichte mit interessanten Nebenhandlungen, wie zum Beispiel die privaten Probleme der Hauptprotagonistinnen, die sich hervorragend in die Hauptgeschichte einbetten.

"All die bösen Dinge" ist ein wirklich empfehlenswerter Psychothriller mit einer spannenden Handlung und interessanten Figuren. Gegner offener Enden brauchen vor diesem Werk ebenfalls nicht abschrecken, zum Ende hin wird alles aufgeklärt.

1 Kommentar:

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