Dienstag, 22. November 2016

Blogparade "Bücherwurm" - Mein allerliebstes Lieblingsbuch

Cover Herr der Ringe"Was ist euer allerliebstes Lieblingsbuch?" Um diese Frage dreht sich die Blogparade "Bücherwurm". Vermutlich werden einige ihre Schwierigkeiten haben, sich auf nur ein Buch festzulegen, gibt es doch zu Hauf wirklich gute Bücher.

Ich selbst habe aber einen Favoriten, den ich immer und jederzeit nennen werde, wenn mich jemand nach meinem Lieblingsbuch fragt. Ein Buch, das ich als eines der wenigen schon mehrfach gelesen habe. Und das auch deutlich bevor es endlich vernünftig verfilmt wurde.

Ich rede von "Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien. Ein Buch, das ein Genre quasi mitbegründet hat.
Tolkien wird von seinen Kritikern immer wieder vorgeworfen, dass er nichts anderes gemacht hat, als sich bei bekannten Mythen, Sagen und Legenden bedient zu haben, nur um diese im HdR wiederzugeben. Ja, er hat sich bedient bei etlichen Werken. Aber dennoch ein Werk geschaffen, das seinesgleichen sucht.

Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Dieser eine Satz prägt das Gesamtwerk wie kein anderer. Der eine Ring als zentrales Element, das sich durch die über 1200 Seiten starke Saga zieht.
Aber auch andere Zitate aus diesem Buch, zeugen von zeitloser Gültigkeit. Wenn zum Beispiel Gandalf zu Frodo in der Miene Morias sagt:

"Viele, die leben, verdienen den Tod und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben, Frodo? Dann sei nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand."

Im Buch sagt dies Gandalf im übrigen zu Anfang noch in Bilbos Haus zu Frodo.

Oder als Théoden am Grab seine Sohnes voller Trauer sagt:

"Kein Vater sollte sein Kind zu Grabe tragen."

Wie viel Wahrheit steckt in solchen Sätzen vor allem auch in heutigen Tagen?

Licht und Schatten

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ein Buch mit diesem Umfang kann eigentlich nicht ohne Längen auskommen. Der Herr der Ringe stellt da keine Ausnahme dar. Vor allem der Anfang zieht sich teilweise wie Kaugummi und viele Leser sind froh, wenn Frodo Tom Bombadil (der es nicht in die Verfilmung geschafft hat) endlich verlässt.

Aber dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf und es wird erzählt, wie sich eine Gemeinschaft um den Ringträger bildet, die sich selbst zur Aufgabe gesetzt hat, den einen Ring bis zum Schicksalsberg zu tragen, um ihn dort in die vernichtenden Feuer zu werfen. Nur die Feuer, in denen der Ring geschmiedet wurde, werden ihn vernichten können.

Pflichtwerk

Für Freunde des Fantasy ist dieses Werk eine Pflichtlektüre. Dieses Buch zeigt eine erstaunliche Welt aus Elfen, Zauberern, Hobbits, Orks, Trollen, wenigen Zwergen und vielen Menschen. Eine Welt, die nicht nur eine Genre gegründet, sondern auch zahlreiche (Rollen)Spiele inspiriert hat.

Wie bei allen Verfilmung ist es übrigens auch hier ratsam, zuerst das Buch zu lesen, bevor man sich der Verfilmung widmet. Diese ist zwar ebenfalls wegweisend und stellt ein absolutes Highlight in der Hollywoodwelt dar, beeinflusst das Kopfkino beim Lesen des Buchs aber nachhaltig. Von daher meine Empfehlung: Zuerst das Buch, dann die Filme.


Das Cover der oben gezeigten Ausgabe gehört zu einer Sonderedition, die anlässlich des 125. Geburtstags von Tolkiens am 3. Januar 2017 veröffentlich wurde. Sie enthält fünfzig Illustrationen von Alan Lee maßgeblich die Ästhetik der Herr-der-Ringe-Filme geprägt haben sollen. Mit 68 Euro ist dies allerdings kein günstiges Werk.


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