Sonntag, 6. November 2016

Booksnack: Das Mädchen aus der Apotheke (3/5)

Spannend wie Edgar Allen Poe? Wer sich mit solchen Größen misst, muss etwas bieten. Das tut dieser Booksnack eher nicht. Zumindest nicht in dieser literarischen Liga. Mit seinen 21 eBook-Seiten (gemessen am Kindle Paperwhite) ist dieser Snack etwas länger als die üblichen Snacks.

Dadurch gelingt es der Autorin etwas tiefer in die Geschichte einzutauchen. Verschenkt dabei allerdings einiges an Potential. Gerade der Anfang der Geschichte beginnt recht spannend und macht neugierig. Was hat der namenlose Protagonist angestellt, dass er nun in einer Nervenheilanstalt in Lissabon festsitzt?
Er selbst behauptet unschuldig zu sein und damit beginnt die Geschichte, dass er darlegt, weshalb er zu unrecht an diesem Ort festgehalten wird. Es motiviert und macht Lust auf Mehr. Dazu trägt auch der lockere Schreibstil bei, so dass man schnell in der Mitte der Geschichte angelangt ist.

Und dann wendet sich das Blatt, weil die Geschichte arg vorhersehbar wird. Und eine vorhersehbare Handlung ist tödlich für die Spannung. Klar, am Ende bleibt noch ein letztes Quentchen Spannung übrig, wenn es um die Frage geht, was denn nun ist mit dem Mädchen aus der Apotheke.

Diese Mini-Kurzgeschichte ist nicht außergewöhnlich gut, aber auch nicht richtig schlecht. Sie ist etwas dazwischen: Ein Drei-Sterne-Lesevergnügen eben.


Titel: Das Mädchen aus der Apotheke
Autorin: Bartel, Dorrit
Genre: Krimi
Bewertung: ✦✦✦✧✧




Dies ist der 26. Booksnack, zu dem ich eine Rezension geschrieben habe. Auffallend sind die Qualitätsunterschiede der einzelnen Mini-Kurzgeschichten: Von Ein-Punkt- bis zu Fünf-Punkt-Bewertungen ist alles dabei.
Wie gehabt, bewerte ich nicht den Preis und das Preis-Leistungsverhältnis zu diesem Booksnack. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, wieviel er pro eBook-Seite ausgeben möchte.

Diesen Snack habe ich auch auf meinem alternativem Bücherblog veröffentlicht.

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