Mittwoch, 2. November 2016

Wie der Dom nach Köln kam

Der Kölner Dom
Der Kölner und sein Dom. Dieses Verhältnis ist für Immis (kölsches Wort für Zugezogene) oder Außenstehende nicht so einfach nachzuvollziehen.

Vielleicht sollte man damit beginnen, dass der Dom niemandem gehört. Er gehört sich selbst. Im Grundbuch des Amtsgerichts Köln ist die "Hohe Domkirche in Köln, vertreten durch das Metropolitankapitel" als Eigentümerin ins Grundbuch eingetragen. Der Kölner Dom gehört also quasi seinen Bürgern. Und dies äußert sich immer wieder in zahllosen Beispielen, wie sehr die Kölner Bürgen "ihren" Dom wertschätzen. Das zeigt schon ein Blick in die Vergangenheit, als das Gebäude kurz davor stand, wieder abgebaut zu werden, als ein Jahrzehnte langer Baustopp auf der Baustelle herrschte.


Es ist selbstredend, dass sich um ein solches Gebäude unzählige Mythen ranken. Ich selbst als gebürtiger Kölner kenne zwar einige, aber bei weitem nicht alle.

Ein Blick auf die Chronik des Doms, wird z.B. in diesem Blog kurz und knapp dargestellt. Deutlich anschaulicher ist das Buch, dass der Zentral Dombauverein (kurz ZDV) in diesem Jahr seinen Mitglieder zukommen ließ. Im Anschreiben hieß es, dass ein edler Spender für dieses wundervolle Geschenk gesorgt hat. Darüber hinaus ist das Buch käuflich zu erwerben.

Ich selbst bin Mitglied im ZDV und lege jedem ans Herz, sich ebenfalls für den Erhalt des Bauwerks einzusetzen.

Wie der Dom nach Köln kam



Dieses Buch richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an Kinder. Dieser Mix findet sich so auch innerhalb des Buchs. Zuerst wird auf einer Doppelseite eine Szenerie dargestellt, auf der anschließenden Doppelseite folgt eine Erläuterung.

Die Texte sind allesamt einfach und verständlich geschrieben, so dass auch Kinder ihnen ohne Probleme folgen können.

Das Buch lebt aber eindeutig von den tollen Illustrationen. In bester Wimmelbild-Manier werden die unterschiedlichsten Szenen rund um den Dom dargestellt. So bekommen auch Erwachsene schnell einen Einblick, wie die Domumgebung z.B. im Mittelalter war. Dass die Stadt bis an die Kathedrale gewachsen ist und der Dom erst sehr viel später "freigestellt" wurde.

Auf diesen Wimmelbildern ist tatsächlich sehr viel zu sehen. Die Kinder erfreuen sich an kleinen witzigen Details, die Erwachsenen an historischen Details, die sich von alten Zeichnungen, Stichen oder Fotos her kennen. Sehr beeindruckend war zudem die Illustration des zerstörten Kölns direkt nach dem Krieg. Das Bild zeigt direkt und ohne Umschweife die Nachkriegssituation in Köln.

Leider stellt der Greven-Verlag keinen Blick ins Buch bei Amazon zur Verfügung. Allerdings gibt es im aktuellen Presseflyer eine Vorschau auf drei der Illustrationen aus dem Buch (direkter Download des Flyers von der Verlagswebsite (Seiten 14 und 15)).

In dem Textteil werden die bekanntesten Geschichten rund um das Bauwerk erläutert. Warum wurde er überhaupt gebaut? Wieso hat der Bau so lange gedauert? Wieso gab es einen Baustopp und wie wurde er dann doch fertiggestellt?
Daneben finden sich aber auch Geschichten, die nur indirekt mit der Geschichte des Kölner Doms zu tun haben, wie z.B. die legendäre Flucht des Erzbischofs Anno II. oder was es mit dem "fringsen" auf sich hat.

Alles in Allem ein wirklich tolles Buch, das ich jedem, der ein bisschen was mit Köln am Hut hat, nur ans Herz legen kann. Das Buch kann direkt beim Verlag oder bei Amazon bestellt werden (auch wenn dort keines auf Lager liegt).


Dieser Blogbeitrag ist Teil der Mittwochs mag ich Reihe von Frollein Pfau, wo es heute eine Kichererbsen-Kokoscreme-Suppe gibt.

1 Kommentar:

  1. Jetzt habe ich meine ganze Sammlung aus Schulzeiten in die Bücherbude gebracht, da kommt dieser Tipp...Schaun mer mal...
    LG
    Astrid

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