Freitag, 31. März 2017

Umweltschutz im Kinderchaos

Leser meines Blog wissen, dass wir auf die Ernährung unserer Familie achten. Aber nicht nur das, wir versuchen auch den Spagat zwischen Leben mit einer Familie in der Großstadt und Schutz unserer Ressourcen.

Das passt zur Blogparade von blog2help, die dazu aufruft, einfach mal niederzuschreiben, wie man selbst im Alltag den Umweltschutz einbringt. Mal schauen, ob wir beim Lesen anderer Beiträge Anregungen finden, wie man die Umwelt auch im stressigen Alltag schützen kann.


Lebensmittel


Bei uns fängt Umweltschutz schon mit den Lebensmitteln an. Dabei achten wir gar nicht mal so sehr nur auf eine Bio-Qualität, sondern vorrangig auf einen nachhaltigen Anbau. Und da kann es durchaus sinnvoller sein, die konventionell angebaute Gurke vom Bauern des Vertrauens der Bio-Gurke aus Spanien oder Marokko vorzuziehen.

Das Stichwort ist hierbei der "Wasserfußabdruck". Also die Betrachtung darauf, wieviel Wasser bei der Herstellung eines Lebensmittels verbraucht wird. Denn noch immer ist es so, dass für die Lebensmittel, die wir in Deutschland konsumieren in Regionen Wasser verbraucht wird, in denen es sowieso zu knapp ist.

Wie das ausschaut, zeigt eine Infografik des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Noch besser ist natürlich der Verzicht. Damit meine ich gar nicht mal den grundsätzlichen Verzicht auf die Grillierst oder das Steak, sondern einfach nur die Reduktion. Vielleicht reicht es ja aus, nur zwei Mal in der Woche oder gar wie anno dazumal nur am Wochenende Fleisch zu konsumieren?

Energie

Wer Kinder hat kennt das Problem. Alles wird teurer. Es muss eine größere Wohnung her, die Strom- und Heizkosten steigen, das Auto wird größer, der Spritverbrauch steigt - alles wird irgendwie teurer.

Aber genau hier liegt unseres Erachtens auch das größte Potential, um die Umwelt zu schützen.

Unsere große Familienkutsche steht auch schon mal einen Monat unbenutzt in der Tiefgarage, weil wir ohne manchmal eh besser und schneller in der Stadt vorankommen. 

Auch wenn die Städte wenig dafür tun, damit die Bürger ihr Auto stehen lassen können, ist es doch ein Vorteil davon, in der Stadt zu wohnen, wenn das Auto nicht so oft genutzt wird.

Muss es im Winter immer buckelig warm sein? Okay, als unsere Jungs über den Boden gekrabbelt sind, haben wir die Wohnung auch etwas wärmer gemacht, aber grundsätzlich versuchen wir den Leitspruch umzusetzen: Jedes Grad weniger spart viel ein.

Wir schauen zudem auf unseren Stromverbrauch. Geht ein Großgerät kaputt, versuchen wir etwas mehr Geld zu investieren, um ein umweltverträglicheres Gerät zu kaufen, das mit weniger Wasser- und Stromverbrauch auskommt. Und in den acht Jahren, die wir nun mit Kindern leben, haben wir tatsächlich zwei Spülmaschinen und eine Waschmaschine verschlissen.

Wir haben zwar auch einen Trockner, dieser kommt aber nur dann zum Einsatz, wenn es nicht anders geht - wir haben eben nur beschränkten Platz für eine Wäscheleine.

Müll

Viele denken sicherlich, dass man beim Müll am besten etwas für den Umweltschutz leisten kann. Zumindest für die Großstädte gilt das nur bedingt. Denn hochmoderne Sortieranlagen trennen den Müll deutlich besser als der Konsument. Das gilt insbesondere für die unterschiedlichen Kunststoffarten, die sich sortenrein sehr gut recyceln lassen.

Viel hilfreicher als den Müll zu trennen, ist sicherlich das Vermeiden von selbigen. Das ist gar nicht so einfach. Gerade Spielzeug ist manchmal recht wahnwitzig eingepackt.

Nach Möglichkeit schauen wir aber beim Kauf der Lebensmittel und sonstiger Waren darauf, dass die Verpackung nicht unnötig die Umwelt belastet. Plastiktüten sind bei uns sowieso schon seit Jahren verpönt und selbst so manches Obst kann auch ohne Verpackung im Korb liegen - solange es keine Erdbeeren sind.

Aber natürlich trennen wir dann auch Glas und Papier sowie den Verpackungsmüll vom Restmüll.

Fazit

Wie versuchen wir also nun die Umwelt durch unseren Alltag so wenig wie möglich zu belasten?
Hier einige unsere Ideen:

  • Bei Lebensmittel auf nachhaltigen Anbau achten. Bio-Obst und Gemüse aus Spanien und anderen von Trockenheit gefährdeten Regionen gehört sicher nicht dazu.
  • Regionale Lebensmittel bevorzugen.
  • Reduktion von Lebensmittel mit einem hohem Wasserfußabdruck, wie z.B. Fleisch oder Schokolade. Dabei darf aber durchaus mal "gesündigt" werden.
  • Energieverbrauch senken - Strom sparen, Raumtemperatur im Winter senken, Auto wenig nutzen.
  • Wenn man schon ein neues Großgerät kaufen muss, dann lieber für die umweltverträglichen etwas mehr Geld ausgeben.
  • Müll vermeiden
Der Leser sieht: Wir versuchen eher durch Vermeidung und Reduktion die Umwelt weniger zu belasten. Natürlich wissen wir auch, dass das nur bedingt möglich ist und dass so manches eher eine Glaubensfrage als wissenschaftliche Erkenntnis ist.

Aber wenn wir es schaffen unseren Kindern ein Vorbild zu sein und ihnen klar zu machen, dass die Ressourcen auf der Erde nur begrenzt vorhanden sind, dann sind wir alle ein gutes Stück weiter.




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