Mittwoch, 31. Mai 2017

Das Freilichtmuseum in Kommern

Abtauchen in vergangene Zeiten. Dies ist möglich im Freilichtmuseum in Kommern, in dem über 75 Häuser aus vergangenen Zeiten zu sehen sind. Aber nicht nur von Anno Dazumal, sondern auch aus der jüngeren Vergangenheit.

Da eine Veröffentlichung von privaten Fotos nicht gestattet ist, wurde dieser Beitrag mit einigen Bildern versehen, die den Flair der Museums darstellen sollen, aber von pixabay stammen (eine Platform für frei verfüg- und verwendbare Bilder).

Anfahrt

Kommern liegt bekanntlich in der Eifel und kurz hinter der Burg Satzvey liegt das Freilichtmuseum - so man denn aus Köln anreist. Die Fahrtstrecke von Köln aus beträgt gut 40 Minuten. Parkplätze gibt es reichlich und obwohl wir am Wochenende schönes Wetter hatten, war das Museum beileibe nicht überlaufen.

Das liegt eindeutig an der Weitläufigkeit des Geländes, auf dem sich die Besucher gut verteilen. Die Eintrittspreise sind relativ moderat und auch die Parkgebühren für das Auto können als gering bezeichnet werden.

Erwachsene zahlen pro Person 7,50 Euro, Kinder unter 18 Jahren sind kostenfrei, die Parkgebühr beträgt 2,50 Euro (Stand Mai 2017).

Weitläufigkeit

Das Museum selbst liegt auf einer Kuppe und schon der Weg vom Parkplatz zum Eingang ist recht steil. Wer einen Bollerwagen mitnehmen möchte, sollte dies bedenken. Kinderwagen sollten geländegängig sein, da viele Wege mit Kopfsteinpflaster versehen sind, auf dem gerade Buggys sich nur schlecht schieben lassen.

Das Museumsgelände ist aber auch für kleinere Kinder gut zu Fuß zu erkunden. Die längste Strecke beträgt ca. 2,5 km und selbst unser Dreijähriger konnte den Weg über weite Strecken selbst laufen, auch wenn die Wege auch auf dem Museumsgelänge über eine ordentliche Steigung verfügen.

Häuser


Die Besonderheit in diesem Museum liegt in der Authentizität. Die Häuser, die sich hier befinden, sind nämlich keine Nachbauten, sondern Originale.

Diese werden entweder an ihren originalen Standorten Stück für Stück abgebaut oder sie werden tatsächlich als Ganzes transportiert.

Arrangiert sind die Häuser nach Regionen und die Neuzeitlichen nach Epochen. Insgesamt gibt es derzeit fünf Regionen, die es zu erkunden gilt.

Etwas negativ ist uns aufgefallen, dass zu den einzelnen Gebäuden und Regionen nur wenig Informationen geboten wurden. Das mag anders sein, wenn man einen Audioguide nutzt.

In manchen Gebäuden waren vereinzelt Ausstellungen und zusätzliche Informationen zu diversen Handwerken oder Bauweisen zu sehen. Dies scheint aber nicht ganz einheitlich zu sein und verteilt sich über das gesamte Gelände.

Relativ neu ist der Marktplatz, auf dem derzeit noch kräftig gebaut wird. Hier haben wir recht deutlich gemerkt, dass das pädagogische Konzept erweitert wurde und dieser Bereich nicht nur neuere Gebäude zeigt, sondern die Informationen auch moderner präsentiert werden.

Handwerker

Auf dem Rundgang über das Gelände kann man einen Einblick in die verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten der Vergangenheit gewinnen.

Da gibt es nicht nur allbekanntes zu entdecken, wie zum Beispiel den Müller mit seiner Mühle oder den Bäcker samt Bäckerei (und Verkauf von Kuchen und Brot - sehr zu empfehlen), sondern auch weniger bekannte, wie den Stellmacher, der Wagenräder, Karren oder landwirtschaftliche Gerätschaften aus Holz herstellt.

Neben Brot und Kuchen kann man in einem kleinen "Tante-Emma-Laden" einen (kleinen) Einblick in damalige Supermärkte gewinnen und kleinere Naschereien erwerben.

Ansonsten gibt es kleinere Gaststätten, in denen man sich eine Stärkung genehmigen kann. Wer selbst etwas zu Verköstigung mitbringt, findet zahlreiche Picknickplätze. Verhungern braucht also niemand.


Es gibt auf dem Gelände sicherlich viel zu entdecken, so dass sich mehrere Besuche durchaus lohnen. Wer möchte, kann auch die Somerrodelbahn nutzen, die vom Gelände aus zugänglich ist.

Wer bisher noch nicht in Kommern war oder so wie ich zuletzt in seiner Kindheit, dem kann ich einen Besuch nahelegen, denn es lohnt sich in jeglicher Hinsicht.


Mehr und aktuelle Infos gibt es auf der Homepage des Museums.



Dieser Beitrag ist verlinkt mit Mittwochs mag ich von Frollein Pfau, wo es heute sehr musikalisch zugeht. Als Amazon-Prime-Kunde nutze ich aber eher Amazon-Musik.



Eine Buchempfehlung

Aus dem Klappentext:

"Ländlich" kann man die Eifel wahrlich nennen, ist sie doch ein Wanderparadies par excellence. Der Eifelsteig führt als Weitwanderweg von Aachen nach Trier, Jakobswege dürfen natürlich nicht fehlen und seit kurzem gibt es als Premiumwege die 'Traumpfade': Rundwanderwege abseits von Wirtschaftsträßchen, oft scheinbar fern jeglicher Zivilisation mitten durch 'Urwald' führend, zuweilen mit faszinierenden Ausblicken über Hochebenen auf Hügel mit einst stolzen Burgen. Neben den 'Heiligenhäuschen', Kapellen am Wegesrand, oder schmucken Fachwerkdörfern wie Monreal oder Monschau gibt es als weithin bekannte Sehenswürdigkeiten das Kloster Maria Laach, die Burg Eltz, den Wallenden Born oder die vulkanischen Maare zu bewundern."

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