Mittwoch, 24. Mai 2017

Was ist gesunde Ernährung für mich?

In der Blogparade von Smoothieswelt dreht sich alles um eine gesunde Ernährung. Was bedeutet die für mich? Ich muss diese Frage ausweiten, denn ich bin nicht nur für meine eigene Ernährung verantwortlich, sondern auch zugleich für die meiner Kinder. Wobei ich mir diese Verantwortung mit meiner Frau teile.

Ich setze mich durchaus mit meiner Ernährung auseinander. Auch schon als Single habe ich darauf geachtet, was ich esse und von wo ich es beziehe. Getreu dem Motto "bewusst ungesund" greife ich aber nicht nur zu vermeintlich "gesunden" Lebensmitteln und verschreibe mich auch nicht irgendwelchen Diäten.

Gesunde Vielfalt

In den Ernährungsberatern liest man immer wieder davon, das irgendeine Art von Lebensmittel nicht gesund sei. Darunter fallen mitunter ganze Lebensmittelgruppen. Milchprodukte sind nur für Kinder geeignet, Getreide lässt den Körper abbauen, Fleisch lässt uns verfetten.

Mit diesen Empfehlungen ist es ein bisschen so, wie mit den Empfehlungen, wie man Kleinkinder abstillen soll. Bei unseren drei Kindern habe sich die Empfehlungen tatsächlich grundlegend verändert. Von "füttere nur ein Lebensmittel" bis "lass das Kind essen, was es will" war alles dabei.

Ich praktiziere schon seit jeher ein gesundes Maß. Von jedem etwas und das in Maßen. Und ich bin davon überzeugt, dass ich damit recht gut fahre.

Doch nicht alles

Okay, ich gebe zu, dass es eine Gruppe von Lebensmitteln gibt, die ich dann doch meide. Und zwar jegliches Fastfood. Klar, als Schüler und Student gab es auch des öfteren mal Burger, Pizza und Döner.

Mittlerweile hat sich das aber komplett reduziert und ich konsumiere vielleicht ein Mal im Quartal Fastfood. Immerhin: Unser Ältester ist mittlerweile acht Jahre jung und hat noch nie den Laden mit dem großen M von innen gesehen.

Zucker 

Eine besondere Rolle nimmt in unserer Ernährung der Zucker ein. Vor knapp einem Jahr habe ich dem Thema einen eigenen Beitrag gegönnt und ehrlich gesagt hat sich daran kaum etwas geändert.

Es gilt noch immer der Grundsatz, dass Zucker und Süßigkeiten in Maßen sinnvoll ist.

Kein Verzicht

Es ist eine Binsenweisheit, dass der dauerhafte Verzicht von irgendeinem Lebensmittel gesund ist. Sehr, sehr oft kann man von Heißhungerattacken lesen, die auch wir kennen, wenn z.B. Kinder zu Besuch sind, bei denen bestimmte Lebensmittel verpönt sind. Bekommen diese Kinder mal etwas anderes in die Finger, artet es i.d.R. in einer "Fressorgie" aus.

Und spätestens wenn die Kinder erwachsen geworden sind, hat man ihnen mit einer einseitigen Ernährung sicherlich keinen Gefallen getan.

Von daher sind dies meine Leitsätze in Sachen Ernährung:

  • Es gibt keine ungesunden Lebensmittel. Hier gilt die goldene Regel: auf das richtige Maß kommt es an.
  • Obst und Gemüse wird überbewertet: es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass zum Beispiel Salat kaum Vitamine enthält und hauptsächlich aus Wasser besteht.
  • Über einen Zeitraum von einer Woche werden wir durch eine normale Ernährung ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt. Jegliche Zusatzpräparate sind obsolet. Das gilt auch für Vegetarier. Allein Veganer müssen sich das Vitamin B12 gesondert zuführen.
  • Der Verzicht auf Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate macht wenig Sinn. Unser Körper benötigt sie alle. Wer abnehmen möchte, muss auf die zugenommene Gesamtenergie schauen.
  • Verzicht auf Laktose und Gluten ist nur für diejenigen sinnvoll, die an einer Erkrankung leiden. Ich kenne sehr wohl Bekannte und Familienmitglieder mit Zöliaki und Laktoseunverträglichkeit. Diese diätischen Lebensmittel sind für diese Zielgruppe gedacht. Dass glutenfreie Nahrungsmittel im Verdacht stehen, andere Erkrankungen hervorzurufen, ist für Betroffene wenig erbaulich, für gesunde Menschen vermeidbar.





Wie kontrovers das Thema Ernährung mittlerweile ist, zeigen die Rezensionen zu den folgenden Büchern, die alle versuchen sich dem derzeitigen Ernährungshype entgegenzustellen.


Lesetipps



Aus dem Klappentext:
"Bleiben Sie skeptisch, wenn Ihnen mal wieder der Weg zur wahren Ernährungslehre gewiesen wird. Lassen Sie sich stattdessen zeigen, wie Sie ein vergessenes natürliches Körpergefühl wiederentdecken, das Ernährung zu dem macht, was sie ist: eine der größten Genussquellen unseres Lebens und die schönste Hauptsache der Welt! Denn den Feind auf meinem Teller, den gibt es nicht."



Aus dem Klappentext:
"Susanne Schäfer untersucht aus medizinischer, psychologischer und soziologischer Perspektive, was für das wirklich gute Bauchgefühl nötig ist. Denn viele der Legenden vom gefährlichen Essen entbehren jeglicher Substanz. Nie war es so einfach wie heute, sich gesund zu ernähren und mit hochwertigen Lebensmitteln zu versorgen!"


Aus dem Klappentext:

"Ihr Plädoyer für mehr Gelassenheit beim Essen bietet zugleich auch praktische Orientierungshilfen abseits fundamentalistischer Konzepte. Und es macht deutlich, dass Genuss nicht das Gegenteil von Gesundheit ist, sondern der Schlüssel dafür, um nicht nur gesund, sondern auch gut zu leben."


Dieser Beitrag ist verlinkt mit Frollein Pfaus MMI.


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