Mittwoch, 21. Juni 2017

Heute gibt es Salz

Wer die Beiträge auf diesem Blog verfolgt, wird gemerkt haben, dass wir uns ein paar Gedanken in Sachen Ernährung machen. Neben dem "neuen Übeltäter der Ernährung" Zucker, ist es das Salz, das im Fokus zu einer "ungesunden" Ernährung beiträgt.

Nun habe ich schon im gesonderten Beitrag über gesunde Ernährung meine Meinung zum Thema gesundes Essen kundgetan, was auch der gängigen wissenschaftlichen Meinung entspricht (es gibt kein ungesundes Essen, es kommt wie so oft auf die Vielfalt und das Maß an). Und diese Erkenntnisse kann man eins zu eins auf das Salz übertragen.

Zu wenig Salz ist ungesund

Ja, das mag verwundern, aber eine salzarme Ernährung ist ungesünder als so mancher vermuten lässt. Zusätzlich gibt es keine wissenschaftlich fundierte Studie darüber, dass Salz einen negativen Einfluss auf den menschlichen Körper hat. Zumindest wenn es in einem verträglichen Maß zu sich genommen wird. Eine genaue Grammmenge pro Person kann allerdings nicht festgelegt werden.

Wer sich ein bisschen mit der Thematik beschäftigt, wird erfahren, dass eine salzarme Ernährung sogar dem Körper schaden kann, weil ihm die wichtigen Bestandteil Natrium und Chlorid fehlen. Und so ist es wie mit der Butter und der Margarine: Es ist mehr ein Glaubens- und Interessenkampf, als fundierte und gesicherte Wissenschaft.

Unsinnige Stilblüten

Und wie immer, wenn es um Lebensmittel geht, so findet man dann auch beim Salz so vieles unsinniges. Neben einem Mindeshaltbarkeitsdatum (was wohl mit dem Salz danach passiert, nachdem es Tausende Jahre im Berg gelegen hat?) oder eine Nährwerttabelle (erstaunlicherweise 99,9% Salz) bin auf ein Diätsal gestoßen, dass 50% Salz enthält.

Zusätzlich ist dieses Salz auch noch vegan. Toll! Es ist natürlich auch glutenfrei, low-carb und was weiß ich nicht noch. Und kostet eben "nur" 8 Euro pro Kilogramm anstelle von 2 Euro, das gewöhnliches Salz kostet.

Der "Trick": Das Natriumsalz wird durch Kaliumsalz ersetzt. Nur blöd, dass die Verwendung von diesem Salz den Kaliumhaushalt empfindlich stören kann.

Für die Konsumenten, die sich nun fragen, warum diejenigen, die sich salzärmer ernähren möchten, nicht einfach weniger Salz verwenden, hat eine Amazon Kundenrezension die passende Antwort parat.

Dort hat ein Kunde angegeben, dass er das Salz unbemerkt in der Küche ausgetauscht hat, damit seine (kochende) Ehefrau weiterhin ihre Prisen Salz verwenden kann. Er konsumiert weniger Natriumsalz, sie hat den Unterschied nicht gemerkt. Und wieder ein Moment, an dem ich lachend vor dem Rechner saß - und lachen ist bekanntlich deutlich gesünder als jeder andere Ernährungstipp.





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