Montag, 7. August 2017

Mythos Trinkmenge pro Tag

Mindestens zwei Liter pro Tag soll man trinken. So hieß eine zeitlang. Ebenso hält sich das Gerücht hartnäckig, dass der Körper schon dehydriert ist, wenn man Durst hat. Oder dass es ungesund ist, wenn der Urin zu dunkel ist.

Erste wissenschaftliche Studien, die belegen, dass hinter diesen Ratschlägen keinerlei Wissenschaft steckt, sind über 15 Jahre alt. Unlängst wurde nachvollzogen, dass die Empfehlungen für die Trinkmengen auf einem alten Ratgeber von anno dazumal beruhen. Ohne medizinischen Bezug.



Warum braucht es immer Regeln?

Aktuell wurde die 2-Liter-Regel abgelöst von der Empfehlung, 1,5 Liter zu trinken. Dabei ist diese Regel ebenso wenig pauschalisierbar wie die alte. Es kann keine Empfehlung für eine Trinkmenge geben, die für alle Menschen universell gültig ist.

Es hängt von vielen Faktoren ab, wie viel ein Mensch trinken muss. Und Mutter Natur hat sich etwas ausgedacht, damit auch Lebewesen ohne graduierte Behältnisse wissen, wie viel sie trinken müssen: Durst!

Hör auf Deinen Körper

Durst ist ein verlässliches Signal, mit dem der Körper signalisiert, wann er Flüssigkeit benötigt. Deshalb gilt die einfachste aller Regeln: Hör auf Deinen Körper.

Wir brauchen in unserem Leben gar nicht so viele Regeln, um gesund zu leben, wie viele Medien, Berater und nicht zuletzt die Lebensmittelindustrie uns es glauben lassen möchten. Übrigens ebenso wenig wie ein anderes Wasser als das, was in Deutschland aus der Leitung kommt.


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